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Berlin

SoVD: Rentenerhöhung ist eine Ausnahme ? weitere Nullrunden drohen

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:

 

Die Rentenerhöhung von 2,41 Prozent ist ein erfreuliches Signal für die Rentnerinnen und Rentner. Sie kommt durch eine sehr gute Lohnentwicklung 2008 und durch das Aussetzen des Riesterfaktors zustande. Aber damit wird die rentenkürzende Wirkung des Riesterfaktors in Höhe von 0,6 Prozent nur auf spätere Jahre verschoben.

 

Die Rentenerhöhung von 2,41 Prozent ist eine Ausnahme, in den nächsten Jahren drohen weitere Nullrunden. Der SoVD fordert daher, die Rentenkürzungsfaktoren abzuschaffen.

 

Auch wenn die diesjährige Rentenerhöhung mit 2,41 Prozent so hoch ausfällt wie seit langem nicht mehr, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den nächsten Jahren weitere Nullrunden drohen. Die Große Koalition hat beschlossen, den rentenkürzenden Riesterfaktor 2008 und 2009 auszusetzen und die Rentenkürzung von je 0,6 Prozent in den Jahren 2012 und 2013 nachzuholen. Die Rentenkürzungen von 2008 und 2009 sind also nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Für die Rentnerinnen und Rentner bringt das zweimalige Aussetzen des Rentenkürzungsfaktors nur eine kurze Atempause.

 

Die Rentnerinnen und Rentner haben seit 2004 Kaufkraftverluste von mindestens zehn Prozent erlitten. Das gleicht auch die diesjährige Rentenerhöhung bei weitem nicht aus. Und für die nächsten Jahre drohen weitere Kaufkraftverluste: Die verschiedenen Rentenkürzungsfaktoren wirken in den nächsten Jahren voraussichtlich so stark, dass die lohnorientierte Rentenanpassung ausgehebelt wird. Die Rentnerinnen und Rentner dürfen aber auf keinen Fall von der Lohnentwicklung abgekoppelt werden. Deshalb müssen die Rentenkürzungsfaktoren weg!

 

V.i.S.d.P.: Dorothee Winden




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