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Berlin

SoVD fordert bessere Bildungschancen für behinderte Kinder

Anlässlich des Weltbildungstages am 8. September fordert SoVD-Präsident Adolf Bauer:

Der SoVD fordert die künftige Bundesregierung auf, sich für einen gemeinsamen Unterricht behinderter und nicht behinderter Kinder einzusetzen. Behinderte Kinder brauchen endlich bessere Bildungschancen. Das gemeinsame Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder muss in Deutschland endlich von der Ausnahme zur Regel werden. Dazu hat sich die Bundesrepublik mit der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet.

Der Handlungsbedarf für Deutschland ist sehr groß. Hierzulande werden mehr als 80 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf eine Sonderschule verwiesen. Zwei Drittel dieser Kinder verlässt die Sonderschule ohne anerkannten Schulabschluss. Bund, Länder und Kommunen sind gefordert, gemeinsam mit den Verbänden Konzepte zu erarbeiten, um die umfassende Integration behinderter Kinder in das allgemeine Bildungssystem umzusetzen.

Kinder mit Behinderungen haben ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe ? auch im Bildungsbereich. Deshalb muss das gemeinsame Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder in den Mittelpunkt der Bildungspolitik rücken. Auch Wissenschaft und Forschung sind aufgerufen, sich verstärkt mit inklusiver Bildung zu befassen. Der SoVD hat bereits umfangreiche Vorschläge zur Umsetzung der inklusiven Bildung vorgelegt. Diese sind u. a. in das "Nationale Handlungskonzept Inklusive Bildung" des Deutschen Behindertenrats eingeflossen.

Das SoVD-Positionspapier finden Sie auf der Internetseite www.sovd.de.

V.i.S.d.P.: Dorothee Winden




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