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Berlin

SoVD ruft Bundesregierung zum Kampf gegen Armut auf

Anlässlich des morgigen Auftakts des Europäischen Jahres zur Bekämpfung der Armut und sozialen Ausgrenzung erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

 

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) appelliert an die Bundesregierung, endlich die notwendigen Weichenstellungen im Kampf gegen die Armut in Deutschland vorzunehmen.  

 

Armut ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Eine wachsende Spaltung unserer Gesellschaft in Arm und Reich zeichnet sich deutlich ab, wie aktuelle Studien beweisen. Neben der Armut, die zum Beispiel durch Lohndumping entsteht, entwickeln sich insbesondere Kinderarmut und die anwachsende Gefahr von Altersarmut dramatisch. Durch die sich immer schneller öffnende Schere zwischen Arm und Reich wird nicht zuletzt der soziale Friede in unserer Gesellschaft bedroht. Die Bundesregierung darf davor nicht die Augen verschließen und muss die notwendigen Konsequenzen ziehen.  

 

Der SoVD fordert deshalb neben der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes und dem flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten insbesondere einen bedarfsgerechten Hartz IV-Regelsatz für Kinder. Zudem ist es geboten, dass eine Mindestsicherung in der Rentenversicherung eingeführt und die Kürzungsfaktoren in der Anpassungsformel abgeschafft werden, damit die wachsende Gefahr steigender Altersarmut gebannt werden kann.

 

Wir rufen die Bundesregierung dazu auf, den Armuts- und Reichtumsbericht in aktualisierter Form bis Ende des Jahres vorzulegen.

 

V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs




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