SoVD - Sozialverband Deutschland e.V. - Startseite

Pressemitteilungen Bundesverband

Berlin

Gemeinsames Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder muss zur Regel werden

 "Das gemeinsame Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder muss in Deutschland  von der Ausnahme zur Regel werden", forderte der Präsident des Sozialverband Deutschland (SoVD) Adolf Bauer am Mittwoch während einer Fachtagung zur inklusiven Bildung in Hannover. Es gehe um nicht weniger als um die Verwirklichung von Menschenrechten für Kinder mit Behinderungen, stellte Bauer klar. Damit fasste der SoVD-Präsident die unter den bundesweit angereisten Tagungsteilnehmern vorherrschende Auffassung zusammen, wonach für die Umsetzung der inklusiven Bildung sehr großer Handlungsbedarf besteht.

Insgesamt 150 Akteure aus Wissenschaft, Politik und schulischer Praxis trafen sich auf Einladung des SoVD-Bundesverbandes und des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen zum Dialog über das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern. Im Mittelpunkt der Tagung "Voneinander lernen statt voneinander trennen" stand die Frage, wie inklusive Bildung in Deutschland umgesetzt werden kann. In Diskussionsrunden, bei Vorträgen und Filmvorführungen wurde ein Jahr nach dem In-Kraft-Treten der UN-Behindertenrechtskonvention der Stand ihrer Umsetzung im Bereich Bildung kritisch gewürdigt.

Die Veranstaltung fand anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt. Seit 1998 melden sich Betroffenen-Organisationen am 5. Mai zu Wort, um das grundgesetzlich garantierte Recht in Erinnerung zu rufen, wonach niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf.   

V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs




>> Zum Seitenanfang