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Berlin

Spardebatte verantwortungsvoll führen

Zur Forderung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Rentengarantie abzuschaffen, erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

Der DIHK-Vorschlag ist geradezu absurd und irreführend. Es ist brandgefährlich, die Streichung von Wirtschaftssubventionen mit Leistungskürzungen für Arbeitslose und Rentner in einen Topf zu werfen. Damit werden verschiedene gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausgespielt und bestehende Vorurteile gestärkt. Insbesondere die Forderung, die Rentengarantie abzuschaffen, um dadurch Kürzungen bei Familien und Kindern zu verhindern, ist unredlich. Der Vorschlag ignoriert die Lebensrealität der Rentnerinnen und Rentner, denn er unterschlägt die Rentenentwicklung der jüngsten Zeit. Allein in den Jahren 2004 bis 2008 haben die Renten über zehn Prozent Kaufkraft verloren. Nur durch die Rentengarantie konnte in diesem Jahr eine Minusrunde verhindert werden. Zudem werden für die kommenden Jahre weitere Nullrunden prognostiziert und die ausgesetzten Kürzungen später nachgeholt. Vor diesem Hintergrund ist die Rentengarantie unverzichtbar.

Der SoVD fordert alle Akteure in Politik, Wirtschaft und Verbänden dazu auf, eine sachliche Debatte um den künftigen Sparkurs zu führen. Populismus und fahrlässige Vereinfachungen sind angesichts der aktuellen Krise verantwortungslos und spalten die Gesellschaft. 

V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs




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