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Berlin

Mängel in der Versorgung für schwer Brandverletzte beseitigen

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und der Bundesverband für Brandverletzte haben dringenden Handlungsbedarf für eine verbesserte Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit schweren Brandverletzungen angemahnt. In einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler weisen SoVD-Präsident Adolf Bauer und die Vorsitzende des Bundesverbandes für Brandverletzte Petra Krause-Wloch auf erhebliche Versorgungsdefizite bei der ambulanten Versorgung und den Rehabilitationsmaßnahmen für die Betroffenen hin. Mit insgesamt zehn Punkten fordern beide Verbände u. a. flächendeckende Spezialambulanzen, den Wegfall von überflüssigen Einzelfallprüfungen und mehr Prävention.

"Rund 2000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr schwere Brandverletzungen ? 500 davon sind Kinder. Die Folgen der Verletzungen belasten die Opfer sowohl körperlich als auch seelisch ein Leben lang. Es ist erforderlich, dass der Lebenslage schwer brandverletzter Menschen noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt und ihre Situation wirkungsvoll verbessert wird", erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer.

Petra Krause-Wloch erklärt: "Damit Menschen mit schweren Brandverletzungen einen frühzeitigeren und individuelleren Zugang zu den notwendigen medizinischen und therapeutischen Leistungen erhalten, müssen eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt werden. Vom qualifizierten Fallmanagement über den freien Zugang zu Spezialambulanzen bis hin zu einer standardisierten medizinischen Dokumentation der Brandverletzungen besteht ein enormer Handlungsbedarf."

Der Bundesverband für Brandverletzte und der SoVD wollen mit ihren Forderungen dazu beitragen, dass sich die schwierige Situation der Betroffenen verbessert und stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt.
Das Forderungspapier ist unter www.sovd.de und www.brandverletzte-leben.de im Internet abrufbar.

V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs




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