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Berlin

Hartz IV-Regelsätze: Taschenspielertricks helfen den Betroffenen nicht

Zur aktuellen Debatte um die Berechnung der Hartz IV-Regelsätze erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

Die von der Bundesregierung geplante Neuberechnung der Hartz IV-Sätze ist ein Griff in die Trickkiste, denn nichts anderes bedeutet es, wenn künftig nur die untersten 15 Prozent der Einkommensbezieher anstatt wie bisher die untersten 20 Prozent als Vergleichsgröße einbezogen werden. Die Rechenkünste der Bundesregierung sind eine bittere Enttäuschung für die betroffenen Menschen und ihre Familien. Jetzt die Lebensrealität der Hartz IV-Bezieher einfach auszublenden, damit die Rechnung aufgeht, ist eine krumme Tour. Zudem ist die Ankündigung, man müsste die Hartz IV-Sätze von Kindern eigentlich noch weiter senken, geradezu unglaublich. Damit zeigen die Verantwortlichen ausgerechnet im Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung ein enorm hohes Maß an Zynismus.

Die Bundesregierung muss ihre unsoziale Politik stoppen und endlich wirksame Maßnahmen gegen die in Deutschland ausufernde Armut ergreifen. Dazu gehören insbesondere bedarfsgerechte und transparente Hartz IV-Regelsätze.

V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs




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