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Berlin

Betreuungsgeld lässt Altersarmut steigen

 

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) warnt vor steigender Altersarmut durch das Betreuungsgeld. "Der Koalitionsfriede soll erneut mit einer sozialpolitisch verhängnisvollen Fehlentscheidung gekittet werden. Zudem versucht sich die Bundesregierung mit dem Betreuungsgeld vom dringend erforderlichen Krippen- und Kita-Ausbau freizukaufen. Der Preis dafür ist hoch, denn das Problem der wachsenden Altersarmut wird durch die Herdprämie verstärkt", erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich des heute in den Deutschen Bundestag eingebrachten Gesetzentwurfes zum Betreuungsgeld. Als "besorgniserregend" bezeichnete Bauer die sozialen Folgen. Es sei absehbar, dass insbesondere Niedriglohn- und Teilzeitbeschäftigte ganz aus dem Berufsleben aussteigen, um dann das Betreuungsgeld in Anspruch zu nehmen. "Der Mix aus unterbrochenen und schlecht entlohnten Arbeitsverhältnissen führt geradewegs in eine niedrige Rente. Mit dem Betreuungsgeld wird diese fatale Entwicklung staatlich gefördert", warnte Bauer. Der SoVD-Präsident forderte die schwarz-gelbe Koalition dazu auf, schnellstmöglich umzusteuern und koalitionsinterne Konflikte nicht länger auf Kosten finanziell und sozial benachteiligter Menschen zu befrieden.

V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs

 




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