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Berlin

Betreuungsgeld in Kitaplätze investieren

"Es ist unsäglich mitanzusehen, dass wider besseres Wissen ein unsinniges Vorhaben beschlossen werden soll", erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer am Freitag zur abschließenden Bundestagsabstimmung über das Betreuungsgeld. Der Verbandspräsident unterstrich die Notwendigkeit, finanzielle Mittel in den Ausbau öffentlicher Betreuungsangebote zu investieren. Aus Sicht des SoVD würden dadurch insbesondere Alleinerziehende besser unterstützt. "Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen schonungslos auf, dass es zum Ausbau der Kinderbetreuungsplätze in Deutschland gewaltiger Anstrengungen bedarf. Ein schneller Kita-Ausbau würde vor allem einkommensschwachen Familien helfen", so Bauer. Der Verbandspräsident warnte zudem vor den sozialen Langzeitfolgen des Betreuungsgeldes. "Die Mischung aus unterbrochenen und schlecht entlohnten Arbeitsverhältnissen führt geradewegs in Armutsrenten. Diese Abwärtsspirale fördert das Betreuungsgeld", erklärte Bauer. "Zum Glück ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Ob das Gesetz wirklich Bestand hat, steht in den Sternen. Denn nicht ohne Grund melden Verfassungsrechtler schon jetzt Zweifel an", so Bauer.

 

V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs




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