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Berlin

Frauen raus aus der Armutsfalle

"Es muss Schluss sein mit einer Niedriglohnpolitik, die Frauen sehenden Auges in die Armut treibt. Denn für Millionen berufstätige Frauen bedeuten  jahrelange  Minijobs später Minirenten." Dies erklärte SoVD-Bundesfrauensprecherin Edda Schliepack am Donnerstag anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. Die anhaltend hohe Zahl der geringfügig beschäftigten Frauen erfordere einen politischen Kurswechsel, betonte Schliepack. "Zwei Drittel der über fünf Millionen ausschließlich geringfügig Beschäftigten in Deutschland sind Frauen. Ihnen droht ohne Maßnahmen für eine eigenständige Existenzsicherung der soziale Abstieg." Die SoVD-Frauensprecherin warnte davor, die Gefahr länger zu unterschätzen. "Das Problem muss grundsätzlich angegangen werden. Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes nicht unter 8,50 Euro wäre ein erster Schritt. Zudem gehört der Mix aus sozialversicherungsfreier und geringfügiger Beschäftigung in den Giftschrank. Wir werden die Politik in die Pflicht nehmen und unserer Position auch in der Tat Nachdruck verleihen." Die Frauensprecherin kündigte bundesweite SoVD-Aktionen gegen Dumpinglöhne und für mehr Entgeltgleichheit in den kommenden Wochen an.

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V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs




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