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Berlin

ver.di und SoVD warnen: Minijobberinnen droht Armut und Abhängigkeit

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) warnen vor den sozialen Folgen von Minijobs für Frauen. "Minijobs versagen als Brücke in ein reguläres Arbeitsverhältnis und verhindern auf Dauer eine angemessene gesetzliche Rente", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Eva-Maria Welskop-Deffaa am Freitag anlässlich der 9. Frauen-Alterssicherungskonferenz in Berlin. "Wir fordern deshalb, vorhandene geringfügige Beschäftigungsverhältnisse in sozialversicherte Teilzeit umzuwandeln", erklärte Welskop-Deffaa.

 

 

ver.di und SoVD legten eine gemeinsame Erklärung mit fünf Forderungen für eine verantwortungsvolle Sozialpolitik für Frauen vor. "Minijobs sind zuerst ein Lockmittel und später eine Falle. Sie erzeugen lebenslange Abhängigkeit und führen Frauen auf direktem Weg in die Altersarmut", betonte die Bundesfrauensprecherin des SoVD, Edda Schliepack. Das Problem müsse nach der Bundestagswahl rasch angegangen werden, forderte Schliepack. 

 

 

Aus Sicht der Gewerkschaft und des Sozialverbandes steht die Politik in der Pflicht, ein auf Eigenständigkeit ausgerichtetes Familienleitbild zu entwickeln. Auf dieser Grundlage sei die Alterssicherung von Frauen künftig besser zu gewährleisten.

 

 

Ver.di und SoVD dringen unter anderem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, einen gesetzlichen und bundeseinheitlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro sowie die Einführung eines Entgeltgleichheitsgesetzes.

 

 

Die Erklärung der 9. ver.di/SoVD-Frauen-Alterssicherungskonferenz steht unter www.sovd.de /www.ver.di.de zum Download bereit.




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