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Pressemitteilung vom 15.04.2011

Düsseldorf

Einführung von Sozialtickets im VRR nicht blockieren

Laut Medienberichten ist die geplante Einführung von Sozialtickets im VRR zum 1. Juni in Gefahr, dazu erklärt die 1. Landesvorsitzende Gerda Bertram:

 „Der SoVD Nordrhein-Westfalen fordert seit langem die landesweite Einführung von Sozialtickets. Bislang bieten nur einzelne Kommunen sozial benachteiligten Menschen günstige Sozialtickets zur Nutzung des ÖPNV an. Es darf aber nicht willkürlich vom Wohnort abhängen, ob arme Menschen Sozialtickets erhalten oder nicht. Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Als Einrichtung der öffentlichen Daseinsvorsorge muss der Nahverkehr ohne Barrieren und zu günstigen Konditionen für alle Menschen zugänglich sein. Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Anstrengungen zu verstärken, damit das Sozialticket zeitnah eingeführt werden kann.

Der SoVD NRW gibt auch zu bedenken, dass Sozialtickets nicht nur als Monatstickets, sondern auch für Einzelfahrten verfügbar sein sollten, um unterschiedlichen Mobilitätsbedarfen entsprechen zu können. Da der Hartz IV-Regelsatz 15 Euro monatlich für Verkehrsdienstleistungen beinhaltet, sollten sich die Preise für die Sozialtickets daran orientieren. Das Sozialticket sollte zudem auch Geringverdienern zur Verfügung gestellt werden.“

 




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