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Landesfrauenausschuss beim Tag der Begegnung

Hier die Beschreibung des Bildes

16. Tag der Begegnung in Xanten

Landesfrauenausschuss repräsentiert SoVD NRW

30.000 Menschen mit und ohne Behinderung haben im Archäologischen Park in Xanten ein bewegendes Integrationsfest gefeiert. Gemeinsam setzten sie ein Zeichen für Teilhabe und Barriere-freiheit. Der Landesfrauenausschuss präsentierte auf dem Fest den SoVD Nordrhein-Westfalen mit einem Informationsstand. Beim Tag der Begegnung, der vom Landschaftsverband Rheinland veranstaltet wird, kam neben Sport, Spiel, Musik und buntem Programm auch der gemeinsame Austausch nicht zu kurz.

 

Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, und Harry K. Voigtsberger, der Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) eröffneten das diesjährige Fest der Begegnung auf dem Gelände des Archäologischen Parks in Xanten. Voigtsberger führte aus, dass es darauf ankomme, sich über die Grenzen hinweg zu vernetzen, auszutauschen, voneinander zu lernen und sich miteinander weiterzuentwickeln. Der LVR wolle helfen, gemeinsam mit den Betroffenen und den Verbänden einen Diskussionsprozess anzustoßen. Denn auch Europa müsse sich für die Bürgerinnen und Bürger mit Behinderungen weiterentwickeln. „Barrieren niederreißen und Begegnung ermöglichen – das war und ist das Ziel unseres Integrationsfestes“, sagte Voigtsberger.

Schirmherr der Veranstaltung war Karl-Heinz Lambertz – der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Er äußerte sich beeindruckt von der großartigen Veranstaltung.

Die Begeisterung der 30.000 Besucherinnen und Besucher wurde durch nichts getrübt. Auch das heitere Wetter ließ sich durch gelegentlich dunkle Wolken nicht vertreiben.

Unter dem Motto „Europa klingt – mit Musik werben wir für ein barrierefreies Europa!“ wurde vielerorts auf dem riesigen Gelände musiziert und gesungen. Aus dem Lions-Club-Zelt drang ohrenbetäubender Lärm. Dort spielten Rhythmusbegeisterte mit Triangeln und Klanghölzern oder schlugen voller Elan auf die Trommeln ein. Auf der Chorbühne I sang der Frauenchor Stommeln tapfer gegen diese übermächtige Klangkulisse an.

Der Immendorfer Quartettverein verschaffte sich unter dem Dach des Landschaftsverbandes Rheinland Gehör. Und im Amphitheater trafen sich rund 1000 Sängerinnen und Sänger zum offenen Singen. Vom Volkslied bis zu modernem Pop reichte die Auswahl. Von „Freude schöner Götterfunken“ bis hin zu „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und „Kölsche Jong“ − für jeden war etwas dabei.

Zu einem weiteren Höhepunkt gestaltete sich der Auftritt der Gruppe Klee. Die Kölner Band hatte den diesjährigen Integrationssong „Wir halten zusammen“ komponiert und dafür stürmischen Beifall geerntet.

Das bunte Programm auf Bühnen, Freiflächen und in Zelten ließ keine Wünsche offen: Sport, Spiel, Tanz, Theater, Zirkus und europäische Künstlergruppen luden zum Mitmachen und Zu-schauen ein.

Im Kochzelt lockten indes europäische Leckereien zum Naschen. Und das am Spieß brutzelnde Spanferkel weckte bei so manchem Besucher den Hunger.

Aber auch viele Informationen war am Tag der Begegnung geboten: Über 200 Verbände, Einrichtungen und Initiativen präsentierten sich und ihre Arbeit für ein barrierefreies und gleichberechtigtes Miteinander.

Da durfte der SoVD nicht fehlen. Auch in diesem Jahr betreuten Mitglieder des Landesfrauenausschuss den SoVD-Informationsstand. Die Besucher ließen nicht lange auf sich warten. Die rotleuchtende Spitze des alles überragenden SoVD-Banners zeigte schon von Ferne den Standort an. Dieser lag etwas abseits vom dichten Getümmel. Der Stand bot Platz und zeichnete sich durch einen vergleichsweise geringen Geräuschpegel aus. Hob man den Blick vom Informationstisch, nahmen die gegenüberliegenden monumentalen Säulen der rekonstruierten Ruine des römischen Tempels den Blick gefangen. Ein wunderbares Bauwerk. Auf der Freitreppe tummelten sich Kinder und oben zwischen den Säulen probten kleinere Gesangsgruppen.

Dieser schöne Platz war wie geschaffen für eine Ruhepause. Und das wurde auch von zahlreichen Besuchergruppen aus den Kreis- und Bezirksverbänden des Landesverbandes NRW genutzt. Viele waren froh, sich von den anstrengenden Rundgängen im Park auf unseren Bänken erholen zu können. Es entwickelte sich manch interessantes Gespräch, Erfahrungen wurden ausgetauscht und das Miteinander gestärkt. „Der neue Info-Stand hat den Praxistest bestanden. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei“, sagte Landesfrauensprecherin Uta Schmalfuß.

Der nächste Tag der Begegnung findet im Essener Gruga-Park am 27. Juni 2010 statt.




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