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SoVD solidarisch mit Bochumer Opel-Belegschaft

SoVD solidarisch mit Bochumer Opel-Belegschaft

Solidaritätsadresse der Landesvorsitzenden und Vizepräsidentin des Bundesverbands Marianne Saarholz an die OpelanerInnen vom 19.10.2004

An Vertrauenskörperleitung und Betriebsrat von Opel-Bochum

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Vorsitzende des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen des Sozialverband Deutschland (SoVD) und als Vizepräsidentin unseres Bundesverbands übermittle ich Ihnen die Solidarität unserer Organisation in Ihrem Einsatz für die Erhaltung Ihrer Arbeitsplätze und Ihres Werkes.

Als einer der ältesten und größten Sozialverbände in Deutschland mit rund 95.000 Mitgliedern allein in Nordrhein-Westfalen wissen wir, was es für Beschäftigte und ihre Familien bedeutet, wenn plötzlich und unverschuldet die berufliche Existenz nicht mehr gewährleistet ist.

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben in den vergangenen Jahren mehrfach durch Lohnverzicht und reale Einkommensverluste ihren Beitrag zur Sanierung der öffentlichen Haushalte und für verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen erbracht. Darüber hinaus sind sie durch immer schärfere Einschnitte bei den sozialen Leistungen in erster Linie betroffen.

Schon seit langem verfolgt der SoVD mit Sorge, dass sich die weiterführenden Überlegungen von Unternehmen und Großkonzernen dagegen vorrangig in immer stärkeren Rationalisierungsmaßnahmen erschöpfen, die letztlich der Vernichtung und nicht der Schaffung von Arbeitsplätzen dienen. Der Druck auf die Belegschaften wird mit dem Hinweis auf die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland und in Billiglohn-Länder ständig weiter verstärkt.

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland sind qualifiziert und hoch motiviert. Sie sind gesprächs- und kompromissbereit, aber sie wenden sich mit Entschiedenheit und zu Recht gegen eine Unternehmenspolitik, die die Folgen von strukturellen Fehlentwicklungen in den Betrieben allein auf ihre Schultern ablädt.

Wir brauchen eine aktive Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik mit dem Ziel der nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland sowie eine umfassende Erneuerung der Verantwortung der Arbeitgeber für ihre Beschäftigten. In diesem Sinne unterstützen wir Ihren Kampf für die Menschen und die Arbeitsplätze in Deutschland. Unsere Gedanken sind bei Ihnen.

Mit herzlichen und solidarischen Grüßen

Marianne Saarholz

Vorsitzende des SoVD-Landesverbandes NRW




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