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Pressemitteilung vom 9.09.2011

Anspruch auf Sozialticket darf nicht vom Wohnort abhängen

Zur Diskussion um die landesweite Einführung von Sozialtickets erklärt die 1. Landesvorsitzende Gerda Bertram:

 „Der SoVD Nordrhein-Westfalen (SoVD) begrüßt, dass die Landesregierung Mittel zur landesweiten Einführung von Sozialtickets bereitstellt und nun auch erste Schritte zur praktischen Umsetzung auf kommunaler Ebene erfolgen. Nicht nachvollziehen können wir jedoch, dass einzelne Kommunen und Verkehrsverbünde die Einführung von vergünstigten Tickets für sozial benachteiligte Menschen blockieren. Mobilität ist die Grundvoraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Daher appellieren wir an die Kommunen und die Verkehrsverbünde, ihre Anstrengungen zu verstärken und sich für die Sozialtickets einzusetzen. Es darf nicht sein, dass es vom Wohnort abhängt, ob jemand Zugang zu den vergünstigten Tickets erhält oder nicht.

Darüber hinaus geben wir zu bedenken, dass das geplante Sozialticket im VRR (Verkehrsverbund Rhein Ruhr) mit 29,90 Euro/ Monat zu teuer ist. Im Hartz IV-Satz sind für Mobilität nur knapp 20 Euro vorgesehen – daran sollte sich der Preis orientieren. Problematisch ist auch, dass es zumeist nur verbilligte Monatstickets und keine vergünstigten Einzel- und Vielfahrerkarten gibt. Denn nicht jeder braucht ein Monatsticket.

Nach Ansicht des SoVD NRW sollten die vergünstigten Tickets zudem auch für Rentner mit kleinem Einkommen, Geringverdiener und Wohngeldempfänger verfügbar sein. Bedauerlicherweise werden die teilnehmenden Kommunen und Verkehrsverbünde dazu nicht verpflichtet, wenn sie die Landeszuschüsse in Anspruch nehmen.“




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