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Pressemitteilung vom 23.3.2012

Düsseldorf

Hier die Beschreibung des Bildes

SoVD-Frauen protestierten in einigen Städten in NRW gegen die Entgeltungleichheit. Sie verteilten rote Taschen, um auf die klammen Börsen der Frauen aufmerksam zu machen.

Mit roten Taschen gegen die Entgeltungleichheit

Düsseldorf. Aus Protest gegen die Entgeltungleichheit haben Frauen des SoVD NRW am heutigen „Equal Pay Day“ vor den Düsseldorfer Arcaden rote Taschen an Passantinnen verteilt. Der „Equal Pay Day“ zeigt an, wie lange Frauen rein rechnerisch mehr arbeiten müssen, um im Durchschnitt das gleiche Einkommen zu erreichen, das Männer bereits zum Jahresende 2011 erzielt haben. Frauen verdienen im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer. Dadurch sind viele Frauen auch im Alter von Armut bedroht: Die Lohnlücke summiert sich zu einer Rentenlücke von 59 Prozent auf. „Viele Frauen sind von Armut bedroht, weil sie in schlecht bezahlten Teilzeit- oder Minijobs arbeiten. Eine eigenständige Existenzsicherung ist für sie so nicht möglich“, erklärte Landesfrauensprecherin Gabriele Helbig am Aktionsstand. „Dazu kommt, dass so genannte Frauenberufe meist schlechter vergütet sind als klassische Männerberufe.“ Als Beispiel nannte die Landesfrauensprecherin die Tätigkeit als Altenpflegerin und die als Kfz-Mechaniker. „Die Pflege eines alten Menschen ist in unserer Gesellschaft offenkundig viel weniger wert als die Reparatur eines Autos. Das kann so nicht richtig sein. Wir fordern gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit“, sagte Helbig. Um die Frauen insgesamt besser sozial abzusichern forderte sie zudem die Abschaffung der sozialversicherungsfreien Jobs sowie die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns.

Landesweit verteilte der SoVD rund 2000 Taschen. An den Aktionen zum Equal Pay Day beteiligten sich die Kreis- und Bezirksverbände Dortmund, Bielefeld, Aachen, Recklinghausen, Bochum, Essen, Witten und Westfalen-Ost.

 




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