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Pressemitteilung vom 25.09.12

Düsseldorf

Energiearmut lässt sich nicht alleine mit Beratung bekämpfen

Aus Anlass des heute vorgestellten Modellprojekts des Umweltministeriums zur  „Energieberatung“ erklärt Gerda Bertram, 1. Landesvorsitzende des SoVD Nordrhein-Westfalen:

 „Der SoVD (Sozialverband Deutschland) begrüßt, dass die Landesregierung einkommensarmen Menschen helfen will, die aufgrund der immens gestiegenen Energiepreise massiv unter Druck geraten. Energie- und Schuldnerberatung alleine reichen jedoch nicht aus, um den Betroffenen zu helfen. Nach unserer Auffassung müssen vor allem die Regelsätze in der Grundsicherung bedarfsgerecht angehoben werden. Die bisherige Berechnung der Regelsätze geht an der Realität vorbei. Denn der darin zugrundegelegte Anteil für den Stromverbrauch liegt etwa 20 Prozent unter dem vergleichbarer Haushalte. Strom ist in unserer Gesellschaft aber eine wichtige Voraussetzung, um die Grundbedürfnisse zu befriedigen. Darüber hinaus geben wir zu bedenken, dass es für Haushalte mit niedrigem Einkommen sehr schwierig ist, Strom einzusparen: Viele verfügen nur über energieintensive Altgeräte und haben kein Geld für stromsparende Neugeräte. Die Berechnung des Regelsatzes muss daher den Strombedarf der Betroffenen realistisch berücksichtigen.“

 




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