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Pressemitteilung vom 28.08.2013

Düsseldorf

Erwerbsminderungsrente muss wieder vor Armut schützen

Aus Anlass der Diskussion um den Anstieg psychischer Erkrankungen und dem damit verbundenen Risiko der Erwerbsunfähigkeit, erklärt Gerda Bertram, Landesvorsitzende des SoVD Nordrhein-Westfalen e.V. (Sozialverband Deutschland):

 „Es ist hinlänglich bekannt, dass immer mehr Menschen ihrer Erwerbstätigkeit aus psychischen Gründen nicht mehr nachgehen können. Den besten Schutz bieten Prävention und Rehabilitation. Dies muss in der Praxis von den Arbeitgebern und den Reha-Trägern konsequent umgesetzt werden. Die Deckelung des Reha-Budgets, wie es derzeit in der gesetzlichen Rentenversicherung umgesetzt wird, ist daher völlig kontraproduktiv. Denn sie führt dazu, dass den Betroffenen die Maßnahmen versagt werden, die dazu beitragen können, ihre Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen. Darüber hinaus fordert der SoVD NRW die Abschaffung der Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten. Denn wer aus dem Erwerbsleben ausscheidet, weil er krank ist, der geht nicht freiwillig. Für den SoVD ist nicht hinnehmbar, dass diese Menschen durch die Abschläge in die Armut getrieben werden. Bei der Diskussion um Altersarmut muss stärker in den Fokus gerückt werden, dass Erwerbsunfähigkeit eines der Hauptrisiken darstellt.“




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