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Pressemitteilung vom 22.11.2013

Düsseldorf

Frauen wirksam vor Gewalt schützen: Frauenhäuser und Prävention stärken

 

Aus Anlass des „Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen“ (25.11.2013) erklärt Gabriele Helbig, Landesfrauensprecherin des SoVD NRW e.V. (Sozialverband Deutschland):

 „Die Zahl der von Gewalt betroffenen Frauen nimmt Jahr für Jahr zu. In Nordrhein-Westfalen gab es im vergangenen Jahr 27.400 Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt. Das sind 2.300 mehr als 2011. Vier von zehn Frauen haben körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Die Täter kommen häufig aus dem engeren Umfeld der Betroffenen. Mit besonders großer Sorge erfüllt den SoVD, dass Frauen mit Behinderung noch viel häufiger von Gewalt betroffen sind als nicht behinderte. Studien belegen, dass die Dunkelziffer ungeheuer groß ist. Daher fordert der SoVD NRW eine nachhaltige Finanzierung der Frauenhäuser. Es darf nicht länger von der Kassenlage oder dem politischen Willen im Land oder in den Kommunen abhängen, ob Frauen wirksam vor Gewalt geschützt werden oder nicht. Es kann auch nicht sein, dass die Kosten für einen Platz im Frauenhaus auf die Betroffenen abgewälzt werden. Der Schutz vor Gewalt ist ein Menschenrecht. Der SoVD NRW fordert, regionale Versorgungslücken bei Frauen- und Mädchenhäusern zu schließen. So gibt es im ländlichen Raum viel zu wenig Schutzorte für die Frauen. Da sehr viele Frauen und Mädchen mit Behinderungen gefährdet sind, sollten die Häuser grundsätzlich barrierefrei gestaltet sein. Darüber hinaus müssen auch die Präventions- und Unterstützungsmaßnahmen verstärkt werden.“

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