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Pressemitteilung vom 21.01.2014

Düsseldorf

Mit Zuschüssen statt Darlehen barrierefreies Bauen fördern

Zum Wohnraumförderungsprogramm der Landesregierung erklärt Gerda Bertram, Landesvorsitzende des SoVD Nordrhein-Westfalen e.V. (Sozialverband Deutschland):

 „In Nordrhein-Westfalen gibt es einen erheblichen Mangel an bezahlbaren, barrierefreien Wohnungen. Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2030 rund 2,5 Millionen solcher Wohnungen nötig sind, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden. Die bestehenden Förderanreize durch günstige Darlehen reichen aber nicht aus, um diesem Mangel entgegenzuwirken. Der SoVD NRW fordert Zuschüsse statt zinsgünstiger Darlehen. Denn Zuschüsse sind ein wichtiger Anreiz, um barrierefreie Umbaumaßnahmen anzuregen. Darüber hinaus sollte künftig bei jedem Bauvorhaben die Barrierefreiheit genauso wie die energetische Sanierung notwendige Fördervoraussetzung sein. Der SoVD gibt auch zu bedenken, dass eine mögliche Deckelung der Übertragbarkeit von Fördermitteln kontraproduktiv ist. Denn dadurch wird der Vorteil der langfristigen Planbarkeit des Programms konterkariert. “

In Nordrhein-Westfalen leben bereits heute 2,7 Millionen Menschen mit Behinderungen. Viele ältere und behinderte Menschen suchen monatelang nach einer geeigneten Wohnung. Barrierefreie Wohnungen verbunden mit einem Wohnumfeld, das neben Geschäften des täglichen Bedarfs auch medizinische und pflegerische Versorgungsangebote bietet, sind die Voraussetzung dafür, dass Menschen möglichst lange selbstbestimmt in eigener Häuslichkeit leben können.

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