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Internationaler Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

Frauen schützen - Frauenhäuser stärken!

Appell der Landesfrauensprecherin gegen Gewalt gegen Frauen

Zum internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen (25. November) hat SoVD-Landesfrauensprecherin Gabriele Helbig wirksame Schutzmaßnahmen gefordert. Die Zahl der von Gewalt betroffenen Frauen nimmt Jahr für Jahr zu. Dennoch ist die Finanzierung der Frauenhäuser eine unsichere Sache. Denn sie hängt vom guten Willen der Landesregierung und der Kommunen ab. Das muss sich ändern.

 Nach der offiziellen Polizeistatistik für Nordrhein-Westfalen haben Frauen im vergangenen Jahr 27.400 Mal Strafanzeige gegen häusliche Gewalt gestellt. Vier von zehn Frauen haben körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Die Täter kommen häufig aus dem engeren Umfeld der Betroffenen. „Mit besonders großer Sorge erfüllt den SoVD, dass Frauen mit Behinderung noch viel häufiger von Gewalt betroffen sind als nicht behinderte Frauen. Studien belegen, dass die Dunkelziffer ungeheuer groß ist“, erläutert Gabriele Helbig. Die Landesfrauensprecherin fordert deshalb eine nachhaltige Finanzierung der Frauenhäuser. „Es darf nicht von der Kassenlage oder dem politischen Willen im Land oder in den Kommunen abhängen, ob Frauen wirksam vor Gewalt geschützt werden oder nicht. Es kann auch nicht sein, dass die Kosten für einen Platz im Frauenhaus auf die Betroffenen abgewälzt werden. Der Schutz vor Gewalt ist ein Menschenrecht“, stellt Helbig klar.

Der SoVD NRW kritisiert zudem, dass Versorgung mit Frauenhaus-Plätzen regional recht unterschiedlich ist. Versorgungslücken bei Frauen- und Mädchenhäusern müssten dringend geschlossen werden. Da sehr viele Frauen und Mädchen mit Behinderungen gefährdet sind, sollten die Häuser nach Auffassung des Verbandes auch barrierefrei gestaltet sein. Zudem fordert der SoVD NRW, Präventions- und Unterstützungsmaßnahmen zu verstärken.“




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