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Gewalt gegen Frauen - LAG zu Besuch im Frauenpolitischen Ausschuss

Frauenpolitischer Ausschuss sieht Handlungsbedarfe bei der Finanzierung der Frauenhäuser

LAG zu Besuch im Frauenpolitischen Ausschuss

Am 12.05.2014 begrüßte die Landesfrauensprecherin Gabriele Helbig zwei Referentinnen der LAG NRW (Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW e.V.) im Frauenpolitischen Ausschuss. Claudia Fritsche von der Koordinierungsstelle der LAG NRW und Mirja Fehm, Mitarbeiterin i einem Kölner Frauenhaus berichteten den Mitstreiterinnen im Frauenausschuss von der Situation der Frauenhäuser in NRW. zudem gaben die Referentinnen einen Einblick in das Leben im Frauenhaus.

Gewalt hat viele Facetten. Frauen, die von Gewalt betroffen sind, gehen aus Angst und Schamgefühlen in den meisten Fällen nicht zur Polizei. Das bedeutet, dass diese Fälle von der Polizei nicht statistisch erfasst werden können. Die zu vermutende Dunkelziffer liegt somit sehr hoch,.

IN NRW gibt es insgesamt 68 Frauenhäuser. Dennoch erhielten im Jahr 2013 ca. 6.000 Frauen keinen Platz in einem dieser Frauenhäuser. Die Mischfinanzierung der Frauenhäuser aus Mitteln des Landes und der Kommunen ist eine freiwillige Leistung. Eine Sicherstellung der Finanzierung der Frauenhäuser existiert nicht. Oft zahlen Frauen einen Eigenanteil als sogenannten Tagessatz: "Die Finanzierung der Frauenhäuser in NRW muss endlich auf ein sicheres Fundament gestellt werden. Nur so kann allen Frauen, die Schutz suchen, Zugang zu einem Frauenhaus gewährt werden", so Gabriele Helbig, Landesfrauensprecherin.

Besonders Frauen mit Behinderung sind oft überproportional häufig Opfer von Gewalt. Die Zugangsmöglichkeiten sind oft nicht barrierefrei. Deshalb werden sie von den Hilfsangeboten ganz oder teilweise ausgeschlossen. Die Barrierefreiheit der Frauenhäuser und anderer Hilfsangebote muss ausgebaut werden. Hier herrscht noch erheblicher Handlungsbedarf.

Gemeinsam sprachen sich die Vertreterinnen der LAG und der Frauenpolitische Ausschuss dafür aus, die Handlungsbedarfe verstärkt auf die politische Ebene weiterzugeben und auf eine Verbesserung hinzuwirken.

 

 




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