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SoVD Nordrhein-Westfalen

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Pressemitteilung vom 29.04.08

Düsseldorf

Wir brauchen eine Mindestsicherung für langjährig Versicherte

Zur Diskussion um Maßnahmen zur Vermeidung von Altersarmut erklärt die Vizepräsidentin und Landesvorsitzende des SoVD NRW, Marianne Saarholz:

"Der Sozialverband Deutschland begrüßt das Vorhaben, für Geringverdiener, die jahrzehntelang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, eine Mindestsicherung einzuführen. Langjährig Vollzeitbeschäftigte müssen eine Rente bekommen, die oberhalb der Armutsgrenze liegt. Diese Mindestsicherung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss aus Steuermitteln bezahlt werden. Ergänzend zur Mindestsicherung muss aber ein Mindestlohn eingeführt werden. Denn nur dann, wenn Einkommensarmut vermieden wird, kann auch Altersarmut verhindert werden.

Eine allgemeine Mindestrente in der gesetzlichen Rentenversicherung, die unabhängig von der Dauer der Beitragsleistung gewährt wird, lehnt der SoVD dagegen ab. Denn das würde die Akzeptanz der gesetzlichen Rentenversicherung schwächen. Das Prinzip von Leistung und Gegenleistung in der gesetzlichen Rentenversicherung muss erhalten bleiben.

Darüber hinaus unterstützt der SoVD Pläne, künftig auch Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Die gesetzliche Rentenversicherung muss zu einer Versicherung für alle Erwerbstätigen weiterentwickelt werden, um sie nachhaltig zu stärken."

Der SoVD hat zur Verhinderung von Altersarmut zehn Forderungen erarbeitet. Sie können auf der Startseite abgerufen werden.




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