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SoVD NRW im Gespräch mit dem Mädchenhaus Bielefeld e.V.

Jutta König, Maya Goltermann und Michaela Quirin.

Der SoVD NRW setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dass der Gewaltschutz für Mädchen und Frauen in NRW verbessert wird. Deshalb möchte der Verband auf ein tolles Projekt des Mädchenhauses Bielefeld e.V. aufmerksam machen: „Mädchen sicher inklusiv“. Das Projekt beinhaltet u.a. Präventions- und Beratungsangebote für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung.

Mädchen und Frauen mit Behinderung sind besonders häufig Opfer von Gewalt. Daher macht sich der SoVD NRW dafür stark, dass Beratungs- und Schutzangebote für gewaltbetroffene Mädchen und Frauen barrierefrei gestaltet werden. Dazu hat das Mädchenhaus Bielefeld e.V. im Modellprojekt „Mädchen sicher inklusiv“ passgenaue Angebote für Mädchen und junge Frauen entwickelt. Um mehr über das Projekt zu erfahren, hat die Landesfrauensprecherin Jutta König die Leiterin des Projektes „Gewaltschutz bei Behinderung - Mädchen sicher inklusiv“ in die Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf eingeladen. So fand am 03.07.2018 ein fachlicher Austausch zwischen Maya Goltermann (Projektleiterin Gewaltschutz bei Behinderung), Jutta König und Michaela Quirin (Mitarbeiterin für Frauen- und Jugendpolitik im SoVD NRW) statt.

Die Präventionsarbeit des Projektes sieht zielgruppenspezifische Empowerment-Workshops zum Themenbereich Schutz vor Gewalt für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung vor. Diese werden vorrangig an Förderschulen durchgeführt. Die Workshops knüpfen an den bereits vorhandenen Ressourcen der Teilnehmerinnen an, um Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit zu stärken. Ein weiterer wichtiger Baustein des Projektes stellt die Internetseite www.mädchensicherinklusiv-nrw.de dar. Hier werden Informationen rund um die Themen Selbstbestimmung, Liebe, Inklusion, Gewaltschutz und Hilfsangebote für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung in leichter Sprache und auch auf Türkisch zur Verfügung gestellt. Des Weiteren gibt es auf der Internetseite die Möglichkeit eine Online-Beratung in Anspruch zu nehmen. Alle Angebote des Projektes „Mädchen sicher inklusiv“ wurden mit dem Fokus entwickelt, alle Mädchen und jungen Frauen mit Behinderung erreichen zu können. Die Angebots- und Methodenvielfalt orientiert sich dabei genau an den Bedürfnissen und Bedarfen der Zielgruppe.

Um auch in Zukunft das besondere Angebot für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung sicherzustellen, wird auch weiterhin eine Förderung des Projektes durch das Land benötigt. Zudem zeichnet sich im Rahmen des Projektes deutlich ab, dass es im Bereich Gewaltschutz für Mädchen und junge Frauen einer Schnittstelle bedarf. Um den Gewaltschutz bei Behinderung nachhaltig zu verbessern, wird aufgrund der vielfältigen Bedarfe der Aufbau einer zentralen Stelle als sinnvoll erachtet. Diese sollte beispielsweise die Vernetzung der einzelnen Hilfsangebote untereinander herstellen, die Qualifizierung von Fachpersonal sicherstellen, Präventionsangebote erstellen sowie die spezifische Beratung und passgenaue Weitervermittlung von Betroffenen durchführen.

Der SoVD NRW möchte sich dabei in Zukunft gemeinsam mit dem Mädchenhaus Bielefeld für den Erhalt und den Ausbau der vorhandenen Strukturen im Bereich Gewaltschutz von Mädchen und jungen Frauen in NRW einsetzen.

 




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