SoVD Nordrhein-Westfalen e.V.
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Bundesverdienstmedaille für Angelika Winkler
04.11.2009

Große Freude und hohe Anerkennung: Bürgermeisterin Maria Unger (links) und Landrat Sven-Georg Adenauer bei der Übergabe der Bundesverdienstmedaille an Angelika Winkler.
Eine starke Frau, die etwas bewegt
Gütersloh. Für ihr überragendes soziales Engagement ist die 2. Landesvorsitzende des SoVD NRW, Angelika Winkler, mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Im Beisein von Familie, Freunden und Vertretern des SoVD übergab Landrat Sven-Georg Adenauer die hohe Auszeichnung in einer Feierstunde im Haus der Begegnung in Gütersloh.
"Spitzenpositionen, die mit Frauen besetzt sind, sind bislang eher rar. Aber die Frauen, die diese einnehmen, bewegen das Land. Sie, Frau Winkler, gehören zu den Frauen im Land, die etwas bewegen", sagte Landrat Adenauer in seiner Laudatio. Dann stellte er die Stationen des umfangreichen Engagements der 2. Landesvorsitzenden dar. Die gelernte Industriekauffrau kam 1990 aufgrund ihrer Schwerbehinderung zum SoVD. Bereits kurze Zeit später begann sie, sich ehrenamtlich auf Orts- und Kreisverbandsebene zu engagieren. Sie startete als Schriftführerin im Ortsverband und wurde wenige Jahre später zur 1. Kreisvorsitzenden gewählt. "Für mich war es von Anfang an eine große Freude, auch nach meiner Berentung eine Aufgabe zu haben und Leistung zu zeigen", blickte Angelika Winkler auf die Anfänge ihres Engagements zurück. Es sei ihr seinerzeit schwer gefallen, aus gesundheitlichen Gründen ihre berufliche Tätigkeit aufgeben zu müssen. Vor ihrer Berentung war sie als stellvertretende Chefredakteurin des Europaring/ Schweiz-Kataloges bei Bertelsmann in verant-wortungsvoller Position beschäftigt gewesen.
Es blieb nicht beim Engagement auf Orts- und Kreisverbandsebene. 1999 wurde Angelika Winkler als Beisitzerin in den Landesvorstand gewählt und dann auch in den Sozialpolitischen Ausschuss des SoVD NRW berufen.
Auf dem Landesverbandstag 2003 wählten die Delegierten sie zur stellvertretenden Landesvorsitzenden. Die-ses verantwortungsvolle Amt nimmt sie seitdem wahr. Des Weiteren ist sie seit Oktober 2003 Mitglied im Bundesvorstand und im Sozialpolitischen Aus-schuss auf Bundesebene. Seit 2004 ist sie auch ehrenamtliche Gesellschaftsvertreterin des verbandseigenen Berufsbildungswerkes Stendal, bei dem junge Menschen mit Behinderung eine Erstausbildung machen können. "Diese Aufgabe nehme ich sehr gerne war. Es ist ein Geschenk, dabei mitzuwirken, dass junge Menschen eine Chance bekommen, im Berufsleben Fuß zu fassen. Mit Freude sehe ich, wie die Projekte beim BBW wachsen."
Auch außerhalb des SoVD macht sich Angelika Winkler in einigen Gremien und Ausschüssen für die Belange behinderter, chronischer kranker, älterer und sozial benachteiligter Menschen stark. Sie ist 2. Vorsitzende des Landesbehindertenbeirates. Dieser bündelt auf Landesebene den behindertenpolitischen Sachverstand und steht der Landesbehindertenbeaufragten Angelika Gemkow beratend zur Seite. Außerdem vertritt sie den Verband im Landesbehindertenrat, in dem sämtliche Behinderten- und Selbsthilfeverbände von Nordrhein-Westfalen lose zusam-mengeschlossen sind. Des Weiteren ist sie stellvertretendes Mitglied im Beratenden Ausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.
Die Glückwünsche der Stadt Gütersloh überbrachte Bürgermeisterin Maria Unger. "Begriffe wie gesellschaftliche Solidarität und die Idee der sozialen Gerechtigkeit sind für Angelika Winkler keine leeren Floskeln. Sie nimmt sie beim Wort. Mitmenschliches Handeln hat für sie einen sehr hohen Wert", lobte die Bürgermeisterin.
Die Gratulation des SoVD überbrachte die Vizepräsidentin und 1. Landesvorsitzende Marianne Saarholz. Sie dankte Angelika Winkler für ihr langjähriges Engagement zum Wohle des Verbandes. "Ein so großer Verband wie der SoVD kann nur dann existieren und sich für andere einsetzen, wenn es Menschen gibt, die mit anpacken. Angelika Winkler hat viel Kraft und Herz für unsere gemeinsame Sache eingebracht. Dafür danken wir ihr sehr herzlich und wünschen ihr für ihr weiteres Engagement alles Gute."
