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Pressemitteilung vom 4.03.08

Düsseldorf

SoVD fordert unabhängige Pflegeberatung für Nordrhein-Westfalen

Anlässlich der heutigen Landespressekonferenz zum Pflegeweiterentwicklungsgesetz erklärt Landesvorsitzende NRW und SoVD-Vizepräsidentin Marianne Saarholz:

„Der Sozialverband Deutschland sieht in der Pflegereform sowohl einzelne Verbesserungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen, als auch fortbestehende Probleme. Insbesondere sehen wir dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf Pflegeberatung und Heimkontrollen: Die Beratungslandschaft in Nordrhein-Westfalen ist unübersichtlich und meistens an bestimmte Kostenträger oder Leistungserbringer gebunden. Fallmanagement, das heißt umfassende Unterstützung und Begleitung sowie Organisation der Pflege ist in NRW nicht vorhanden. Das bestehende Angebot muss deshalb so weiterentwickelt werden, dass eine unabhängige Beratung mit Fallmanagement möglichst aus einer Hand in ganz Nordrhein-Westfalen gewährleistet ist. Dabei müssen die Menschen darauf vertrauen können, dass sich Beratung und Unterstützung strikt an den individuellen Bedarfen und Bedürfnissen orientieren und nicht von wirtschaftlichen Interessen beeinflusst werden.

Darüber hinaus sieht das Pflegeweiterentwicklungsgesetz vor, stationäre und ambulante Dienste nur alle drei Jahre zu kontrollieren. Das ist entschieden zu wenig. Unangemeldete Heimkontrollen müssen jährlich stattfinden. Auch deshalb muss das kommende Landesheimgesetz die Heimaufsicht stärken und ihre Unabhängigkeit sichern. Nur eine starke und unabhängige Heimaufsicht trägt wirksam zur Qualitätssicherung bei.“

 




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