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Pressemitteilung vom 17.03.08

Düsseldorf/ Köln

'Daheim statt Heim' für alle Behinderten und Pflegebedürftigen verwirklichen

Anlässlich der heutigen Veranstaltung beim Landschaftsverband Rheinland erklärt die Landesvorsitzende von NRW und SoVD-Vizepräsidentin Marianne Saarholz:

„Der Sozialverband Deutschland fordert auch in Nordrhein-Westfalen den konsequenten Ausbau der ambulanten Angebote für pflegebedürftige und behinderte Menschen. Pflegepolitisches Ziel muss sein, mehr Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf als bisher ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Es ist nicht hinnehmbar, dass in NRW trotz aller Bekenntnisse zu „ambulant vor stationär“ der Anteil der pflegebedürftigen Menschen, die in Heimen untergebracht sind, von Jahr zu Jahr wächst. Der Grund dafür ist, dass die Unterstützungs- und Hilfsangebote oftmals nicht ausreichen, um die Pflege im vertrauten häuslichen Umfeld sicherzustellen. Das muss sich ändern. Wir brauchen mehr gemeindenahe, alternative und umfassende Unterstützungsangebote. Diese Angebote müssen tragfähig und auch für Menschen mit kleinem Einkommen bezahlbar sein. Das Pflegeheim darf keinen Vorrang vor der ambulanten Pflege haben. Die Würde der pflegebedürftigen und behinderten Menschen ist unantastbar. Sie haben ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmung.“

Hintergrund:

Derzeit lebt jeder dritte ältere Pflegebedürftige im Heim. Bei jüngeren behinderten Menschen liegt der Anteil der Heimunterbringungen bei durchschnittlich zwei Dritteln. Das ambulant betreute Wohnen behinderter Menschen konnte zwar in den vergangen Jahren mit Hilfe der beiden Landschaftsverbände ausgebaut werden. Es ist bislang aber meist nur für Menschen mit geringem Unterstützungsbedarf zugänglich.

 




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