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SoVD-Jugend NRW vor Ort: Barrierefreie DASA in Dortmund?

Auf die für Rollstuhlfahrer kaum zu überwindende Stufe folgte sogleich eine Rampe.

Barrierefreiheit sowohl im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), aber auch in öffentlichen  Gebäuden wie einem Rathaus, Theater oder in Museen ist für die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung eine grundlegende  Voraussetzung. Deshalb testen die Mitglieder der Landesjugendleitung vor Ort die Barrierefreiheit.

Für den ersten Barrierefreiheit-Test suchte sich die Landesjugendleitung die DASA in Dortmund aus. So besichtigten Janna Ahrens, Andreas Hupe und Daniel Baldauf die Deutsche Arbeitswelt Ausstellung. Die DASA bietet als Ausstellung zur Arbeitswelt Einblicke in die Arbeit von gestern, heute und auch morgen. Auch für Menschen mit Behinderung ist das Thema Arbeitswelt interessant, denn Arbeit bedeutet gesellschaftliche und soziale Teilhabe.

„Schon im ersten Raum trafen wir auf eine Stufe, die für einen Rollstuhlfahrer nicht zu überwinden wäre. Doch dann sind wir weitergegangen und haben gesehen, dass der Raum durch eine Rampe auch befahrbar war. Das fanden wir super!“ so Janna Ahrens.

Die Besonderheit der DASA liegt vor allem bei den interaktiven Elementen der Ausstellung. Das eigene Erleben der Ausstellung stellt sich für Rollstuhlfahrer jedoch schwierig dar, denn Flugzeug, Hubschrauber, LKW und Co. sind nur über Treppen erreichbar. So sind insbesondere diese interaktiven Angebote, die die Arbeitswelt erlebbar und besonders machen, nicht barrierefrei. Schön war die Zugänglichkeit der einzelnen Ebenen der Ausstellung über Aufzüge. Diese boten aber maximal Platz für einen Rollstuhl mit Begleitperson. Verbesserungspotenzial sahen die Mitglieder der Landesjugendleitung auch bei den Türen, die sich nicht vollautomatisch öffnen ließen, so dass ein Rollstuhlfahrer auf Hilfe beim Öffnen der Türen angewiesen ist.

„Besonders interessant fand ich das Pflegezimmer im Ausstellungsbereich „Heilen und Pflegen“. Hier war auch eine höhenverstellbare Küche ausgestellt, die somit auch mit Rollstuhl voll zugänglich und handhabbar ist. Ich fand es auch gut, dass das Museumspersonal immer auf uns zukam und uns über einzelne Exponate aufklärte und bei der Anwendung der interaktiven Ausstellungselemente informierte“, so Andreas Hupe.

Fazit: Ein schönes Erlebnis – auch für Menschen mit Behinderung. Auch wenn eher von rollstuhlgerecht als von barrierefrei gesprochen werden kann.

Die DASA selbst informiert aber auch auf ihrer Internetseite inwieweit die DASA barrierefrei ist. Der Landesjugendleitung fehlten noch Möglichkeiten für Sehbehinderte  die Ausstellung „zu erfahren“. Denn die visuellen und interaktiven Elemente überwiegen. Dafür bietet die DASA Führungen für Menschen mit Sehbehinderung an.




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