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Jung - behindert - Ausbildung?

Zum Internationalen Aktionstag der Menschen mit Behinderung möchte die SoVD-Jugend NRW auf die Ausbildungssituation von Jugendlichen mit Behinderung aufmerksam machen. Neben der Allgegenwärtigkeit des Themas „Inklusive Schule“ wird der Blick auf die Zeit nach der schulischen Ausbildung kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Doch für ein Leben in einer inklusiven Gesellschaft ist die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung eine Grundvoraussetzung. Die Integration von Menschen mit Behinderung in unsere Arbeitswelt muss in unserer Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein.

Für eine vollwertige und gleichberechtigte Teilhabe auf dem Ausbildungsmarkt ist es unerlässlich, dass behinderte Jugendliche in einem Unternehmen ausgebildet werden. Jedoch ist dies bei vielen behinderten Auszubildenden nicht der Fall. Nur ein Viertel aller Betriebe bildet derzeit junge Menschen mit Behinderung aus. Junge Menschen mit Behinderung haben es damit vergleichsweise schwer, einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu finden. Der Weg von der Inklusiven Schule kann nur zu einem Ausbildungsplatz auf einem inklusiven Ausbildungsmarkt führen.

Immer noch ist die allgemeine Haltung zu Menschen mit Behinderung von Vorurteilen geprägt. Viele Arbeitgeber glauben, Menschen mit Behinderung seien weniger leistungsfähig. Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit Auszubildenden und Arbeitnehmern mit Behinderung haben, sind hingegen offener und sehen oft auch Chancen in der Beschäftigung von Behinderten. Um mehr Unternehmen in die Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung einzubinden, ist vor allem die Politik gefragt. Informationsdefizite, sowohl im Umgang mit Menschen mit Behinderung, als auch in Bezug auf arbeitsmarktpolitische Fördermöglichkeiten müssen beseitigt werden. Ebenso ist die betriebliche Ausbildung so zu flexibilisieren, dass stärker auf die jeweiligen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung eingegangen werden kann.

Inklusion bedeutet, „Mittendrin“ zu sein. Damit nach der Schule mit der Inklusion nicht Schluss ist, fordert die SoVD-Jugend NRW:

 

-        - Einen inklusiven Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

 

-        - Eine Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen

 

-        - Den Vorrang der betrieblichen Ausbildung

 

      - Unternehmen dürfen sich von der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung nicht freikaufen können

 

 

 

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