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Bundesjugendkonferenz 2016

Die Delegation der SoVD NRW mit guter Stimmung auf der Bundesjugendkonferenz in Berlin.

Unter dem Motto „Für eine bunte Gesellschaft“ kamen vom 5. bis 8. Mai 2016 die Delegierten der Bundesjugendkonferenz der SoVD-Jugend in Berlin zusammen. Nach der Begrüßung durch den Bundesjugendvorsitzenden Sönke Franz, richtete Adolf Bauer, der Präsident des SoVD das Wort an die Konferenzteilnehmer. Bauer betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Nach der Nachwahl eines/r Beisitzers/in berieten und entschieden die Delegierten über die eingebrachten sozial- und jugendpolitischen Anträge, die sich vor allem mit den Themen Schule, Ausbildung und Arbeit sowie Kinderrechte, beschäftigten. Dabei wurden auf der Landesjugendkonferenz im Februar insgesamt elf Anträge einstimmig verabschiedet und an die Bundesjugendkonferenz weitergeleitet. Mit den Anträgen macht sich die SoVD-Jugend NRW für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen stark und setzt sich für die Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Menschen mit Behinderung und den Abbau bestehender Inklusionshürden ein. Die Anträge aus NRW wurden von Andreas Hupe, Janna Ahrens und Daniel Baldauf der Bundesjugendkonferenz vorgestellt. „Vor allem Bildung, Arbeit und Mobilität sind die Themen, die neben der Familie einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft haben. Gleichzeitig sind es entscheidende Faktoren eines selbstbestimmten Lebens für Menschen mit Behinderung. Gerade in diesen Bereichen sind die gesellschaftlichen Hürden für behinderte Menschen am stärksten spürbar. Ohne nennenswerte Verbesserungen der Rahmenbedingungen bleibt die Inklusion eine politische Absichtserklärung. In der Folge bleiben Menschen mit Behinderung eine Randgruppe, denen der Platz in der gesellschaftlichen Mitte verwehrt bleibt“, erklärt Daniel Baldauf auf der Bundesjugendkonferenz zu den Anträgen der SoVD-Jugend NRW. Zudem forderte die SoVD-Jugend NRW eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung, die die Gesellschaft für die Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Erkrankungen sensibilisiert und zum Abbau von vorhandenen Vorurteilen beitragen soll. „Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter sind häufiger als allgemein angenommen. Vorurteile gegen psychisch Kranke sind ein wesentliches Hemmnis für die Aufnahme einer Behandlung. Sie erschweren die Suche nach Hilfe und eine frühzeitige Therapie, die eine chronische Erkrankung verhindern könnte. Deshalb freuen wir uns, dass die Bundesjugendkonferenz unseren Antrag einstimmig beschlossen hat und unser Thema auch als Schwerpunkt in die jugendpolitische Arbeit auch auf Bundesebene eingeht“, so Janna Ahrens, stellvertretende Sprecherin der SoVD-Jugend NRW.

Außerdem verabschiedeten die Delegierten eine jugendpolitische Resolution zum Thema Bewusstseinsbildung. Dieses Thema ist für die SoVD-Jugend von besonderem Interesse, da auch junge Menschen, die sich nicht „normal“ körperlich und gesundheitlich in unserer Gesellschaft bewegen, oft auf viele unbegründete Vorurteile und Ablehnung stoßen. Dies kann unter anderem negative Auswirkungen bei einer Suche nach einem Ausbildungsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt mit sich bringen oder den angestrebten Besuch einer Regelschule erschweren.

Nach der intensiven Diskussion wurde der Tag mit einem gemeinsamen Grillfest abgerundet. Hier und auch auf der anschließenden Party konnten alle gemeinsam ihre Eindrücke austauschen. „Wir freuen uns über die gelungene Bundesjugendkonferenz. Es wurde engagiert diskutiert, die Stimmung war gut. Es ist schön, dass neben unseren Delegierten auch Gäste aus NRW anwesend waren. So konnten wir als SoVD-Jugend NRW die neuen Mitglieder direkt über die aktive Mitarbeit im Verband informieren“, so Andreas Hupe, der Sprecher der SoVD-Jugend NRW.

 




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