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Pressemitteilung vom 03.05.2005

SoVD begrüßt Auffangregelung für Altenpflege-Umschulungen - Dennoch keine Entwarnung

Der Sozialverband Deutschland in NRW begrüßt, dass unter maßgeblicher Mitwirkung der Landesregierung eine Auffangregelung zur Finanzierung des dritten Ausbildungsjahres bei Altenpflege-Umschulungen geschaffen werden konnte.

Ab 2006 werden die Kosten der theoretischen Ausbildung im dritten Jahr vom Land und die Kosten der Vergütung für die UmschülerInnen von den Pflegeeinrichtungen übernommen. Grundsätzlich können damit Umschulungen weiterhin zur Deckung des dringend erforderlichen Fachkräftenachwuchses in der Pflege beitragen.

"Entwarnung" kann dennoch nicht gegeben werden, da die Arbeitsverwaltung die Forderung berufsqualifizierender Umschulungen insgesamt drastisch herunter gefahren hat. Offen bleibt auch, ob die Pflegeeinrichtungen bereit bzw. in der Lage sind, im erforderlichen Umfang Ausbildungsverträge mit UmschülerInnen abzuschließen.

Kritikwürdig an der Auffangregelung bleibt zudem, dass pflegebedürftige Menschen künftig zu Kostenträgern arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen werden. Denn die Pflegeeinrichtungen refinanzieren ihren Kostenbeitrag über die von den Pflegebedürftigern zu zahlenden Entgelte. Die gedeckelten Zuschüsse der Pflegeversicherung fangen entsprechende "Preiserhöhungen" nicht auf. Zudem kommt es durch den Wechsel bei der Finanzierung bei Übergang vom zweiten ins dritte Ausbildungsjahr zu teils erheblichen Einkommenseinbußen bei den UmschülerInnen, was die Attrakti-vität der Ausbildung schmälert.