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Pressemitteilung vom 23.09.2005

SoVD: Gesellschaftliches Bewusstsein für Reha stärken

Anlässlich des 2. Deutschen Reha-Tages erklärt Marianne Saarholz, Vizepäsidentin des SoVD Bundesverbandes und Landesvorsitzende NRW:

"Der Sozialverband Deutschland gehört in diesem Jahr erstmals zum Initiatorenkreis des Deutschen Reha-Tages. Anlässlich dieses Tages informieren heute viele Rehabilitationszentren wie Kliniken und Berufsförderungswerke auch in Nordrhein-Westfalen über die Rehabilitation von kranken und behinderten Menschen. Wir unterstützen das Anliegen des Reha-Tages, um die enorme Bedeutung der Rehabilitation deutlich zu machen. Wir müssen das gesellschaftliche Bewusstsein stärken, dass Rehabilitation existenziell wichtig ist. Denn Krankheit, Behinderung oder ein Unfall können jeden treffen. Reha-Maßnahmen sorgen für gesundheitliche Besserung und für soziale und berufliche Wiedereingliederung. Damit ist Rehabilitation der Garant für Teilhabe und Selbstbestimmung. Wir haben in Deutschland hohe Qualitätsstandards in der Reha erreicht. Mit dem Erreichten dürfen wir uns aber nicht zufrieden geben, sondern uns fragen, was wir noch verbessern können: Wir begrüßen, dass ambulante Reha-Maßnahmen ausgebaut worden sind. Im nächsten Schritt muss eine bessere Verzahnung von ambulanter Reha und der Wiedereingliederung in den Beruf erfolgen. Wir setzen uns außerdem für Schulungen ein, um Ärzte besser über die Möglichkeiten von Reha zu informieren. Vor allem müssen die Grundsätze, "Reha vor Rente" und "Reha vor Pflege" noch stärker zum Tragen kommen. Diese Grundsätze bedeuten mehr Lebensqualität für die Betroffenen und rechnen sich für die ganze Gesellschaft. Denn eine erfolgreiche berufliche Wiedereingliederung und die Vermeidung oder Verringerung von Pflegebedürftigkeit entlasten auch die sozialen Sicherungssysteme.Leistungen der beruflichen Reha dürfen nicht aus fiskalischen Gründen verzögert oder abgelehnt werden. Denn Reha rechnet sich für alle."