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Pressemitteilung vom 20.10.2005

SoVD: Schluss mit den Rentenkürzungen!

Zur Ankündigung von Angela Merkel beim nordrhein-westfälischen Unternehmertag in Düsseldorf, dass auch 2006 die Renten nicht erhöht werden sollen, erklärt die Vorsitzende des SoVD-Landesverbandes Marianne Saarholz:

"Der Sozialverband Deutschland lehnt weitere Einsparungen bei den Rentnerinnen und Rentnern ab. Denn sie müssten dann das dritte Jahr in Folge Rentenkürzungen hinnehmen. Das ist gerade für Rentnerinnen und Rentner mit niedrigen Renten sehr bitter. Wer von Nullrunden spricht, unterschlägt, dass es sich tatsächlich um Minusrunden handelt. Faktisch ist dies eine weitere Rentenkürzung. Drei Minusrunden, immer neue Sonderbeiträge zur Krankenversicherung und der fehlende Inflationsausgleich führen zu spürbaren Rentenkürzungen. Für einen Durchschnittsrentner mit einer gesetzlichen Rente von 1000 Euro bedeutete dies in den vergangenen beiden Jahren eine reale Einbuße von 46,50 Euro. Die Rentnerinnen und Rentner können den Gürtel nicht noch enger schnallen. Es muss Schluss sein mit den Rentenkürzungen! Wir brauchen einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Statt ständiger Rentenkürzungen muss die Einnahmebasis der gesetzlichen Rentenversicherung gestärkt werden. Der Abbau sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze muss dringend gestoppt werden. Die Rentenversicherung muss zu einer Erwerbstätigenversicherung weiterentwickelt werden, in die auch Selbstständige, Politiker und Beamte einzahlen."