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Pressemitteilung vom 02.11.2005

SoVD fordert generationengerechte Gestaltung des Städtebaus in NRW

Anlässlich der Eröffnung der Seniorenmesse Vitactiv in Essen, in der unter anderem das Leben und Wohnen von älteren Menschen ein Schwerpunktthema ist, erklärt die Vorsitzende des SoVD-Landesverbandes, Marianne Saarholz:

"Viele Menschen wünschen sich, auch im Alter in vertrauter Umgebung leben und wohnen zu können. Einige neue Ansätze für menschengerechtes Wohnen im Alter wurden bereits entwickelt: Wohnkonzepte im Quartier, Haus- und Wohngemeinschaften oder betreutes Wohnen. Bislang fehlt aber ein flächendeckendes Angebot. Die Gestaltung des Wohnumfeldes wird oft den Bedürfnissen von älteren Menschen nicht gerecht: Der Weg zu Einrichtungen des täglichen Bedarfs und Haltestellen für den Nahverkehr ist häufig zu weit entfernt; bezahlbare Unterstützungsleistungen wie Hausmeister-, Wäsche- und Essensservice fehlen. Darüber hinaus schränken hindernisreiche Wege und schlechte Beleuchtung die Bewegungsfreiheit der Senioren erheblich ein. Der SoVD NRW fordert deshalb: - Eine städtebauliche Gestaltung, die generationen- und menschengerechtes Wohnen und Leben ermöglicht. Weite Teile des Wohnungsbestandes müssen barrierefrei gestaltet werden. - Den flächendeckenden Ausbau generationengerechter Wohnformen wie Haus- und Wohngemeinschaften und betreutes Wohnen in NRW. Auch angesichts der demographischen Entwicklung müssen wir unsere Städte generationen- und menschengerecht gestalten. Nur so können wir erreichen, dass ältere Menschen so lange wie möglich in vertrauter Umgebung leben können. Eine vorausschauende Planung spart überdies spätere kostenintensive Umbauten. Nur mit einer bedarfsgerechten Planung des Wohnungsbaus können wir auf lange Sicht die Teilhabe älterer Menschen stärken."