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SoVD NRW und BUND NRW Klimaschutz und Soziales zusammen denken

Ungewohnter, aber sehr willkommener Besuch in der Landesgeschäftsstelle des SoVD NRW: Der NRW-Landesverband der Umwelt- und Naturschutzorganisation BUND war bei uns zu Gast, vertreten durch ihren Landesvorsitzenden Holger Sticht und Geschäftsleiter Dirk Jansen. Ziel des Treffens: Ins Gespräch kommen zu einem der wichtigsten Themen überhaupt: Wie schaffen wir es, die Klimaerwärmung auszubremsen? Und wie gelingt uns das, ohne dass Umwelt und Energiewende gegen eine verantwortungsvolle Sozialpolitik ausgespielt werden? Franz Schrewe, der Landesvorsitzende des SoVD NRW, war extra aus Brilon angereist und bei diesem wichtigen Treffen dabei sein zu können, denn auch ihm liegt dieses Thema am Herzen. Für den SoVD mit dabei waren außerdem Landesgeschäftsführer Jens Eschmann, sein Stellvertreter Klaus Domhan, der Leiter der Abteilung Sozialpolitik und Kommunales Dr. Michael Spörke, sowie Landespressesprecher Matthias Veit.

Die Diskussion nahm schnell Fahrt auf und war für beide Seiten enorm spannend: die hohen Energiekosten, die Probleme beim ÖPNV, das Thema Bauen, die Wohnungspolitik – eine Vielzahl von Themen konnte intensiv diskutiert oder zumindest angerissen werden, etliche Gemeinsamkeiten wurden sichtbar – und schnell war für beide Seiten deshalb auch klar: Da müssen wir uns einfach intensiver und regelmäßig zu austauschen und unbedingt im Gespräch bleiben. Unter anderem haben wir daher vereinbart, uns unseren Mitgliedern gegenseitig einmal näher vorzustellen. Daher veröffentlichen wir an dieser Stelle einen Gastbeitrag des BUND NRW, in dessen Mitgliedermagazin (Seite 5) sich der SoVD im Gegenzug ebenfalls präsentieren durfte. Klimaschutz und die sozialen Belange der Menschen gehören eben zusammen.

Inzwischen haben wir eine gemeinsame Pressekonferenz mit Forderungen an die Landespolitik abgehalten. NRW muss sich für eine sozial-ökologische Wende einsetzen, bei der alle mitgenommen und wirtschaftliche Schwache nicht ausgegrenzt und benachteiligt werden. Hier ein ausführlicher Bericht des WDR über unsere gemeinsame Initiative. 

Matthias Veit


Gastbeitrag von Dirk Jansen, BUND NRWWer ist der Bund NRW?

Der NRW-Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wurde 1976 gegründet. Seitdem setzt er sich für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und eine nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweise ein. Der BUND versteht sich als die treibende gesellschaftliche Kraft für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Seine ist ein zukunftsfähiges Land in einer zukunftsfähigen und friedfertigen Welt. Wir sind ein parteipolitisch neutraler, basisdemokratisch organisierter Mitgliederverband, unabhängig von institutioneller Förderung. Das sichert uns die politische und finanzielle Unabhängigkeit.

Vom Klimaschutz über den Erhalt der Artenvielfalt bis zur Umweltbildung reicht das Arbeitsspektrum. Aktuelle Schwerpunkte sind der Kohleausstieg und der naturverträgliche Ausbau der erneuerbaren Energien. Highlights unserer erfolgreichen Arbeit sind die Rettung des Hambacher Waldes vor den Braunkohlenbaggern und der absehbare Stopp des rechtswidrig errichteten Kohlekraftwerks Datteln IV. Aber wir zeigen auch die Alternativen auf: Gerade mit dem Ausbau der Windenergienutzung und anderer Erneuerbaren erschließen wir die regionalen Wertschöpfungsketten und schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze und Teilhabe der Bevölkerung. Mit der erfolgreichen Volksinitiative Artenvielfalt NRW haben wir die Forderung nach einem Handlungsprogramm zum Schutz der Artenvielfalt in das Landesparlament getragen. Zudem treten wir ein für eine Wende in der Landwirtschaft und der Ernährung, die eine faire Bezahlung für Bäuer*innen sowie in der Landwirtschaft Beschäftigte garantiert und dabei die Umwelt schützt.

Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sind dabei voneinander untrennbar. Ziel unserer Arbeit ist es, einer ökologischen und gerechten Gesellschaft für alle Menschen den Weg zu bereiten. Wir wollen einen sozial-ökologischen Umbau von Gesellschaft und Wirtschaft, der alle mitnimmt und niemanden zurücklässt. Dazu müssen wir Armut abschaffen und soziale Ungleichheit bekämpfen.

Klar ist: Der nötige Umbau zu einer ökologisch nachhaltigen Gesellschaft ist eine riesige Herausforderung. Er kann nur mit einem starken gesellschaftlichen Zusammenhalt gelingen. Alle Menschen müssen die Sicherheit haben, am Leben in der Gesellschaft teilzuhaben. Sie müssen in Krisen auf ein stabiles soziales Sicherheitsnetz vertrauen können.

Zur Umsetzung unserer Ziele braucht es starke Bündnisse und verlässliche Partner. Mit dem Sozialverband Deutschland teilen wir viele unserer Grundüberzeugungen und das wurde auch bei unserem ersten persönlichen Treffen deutlich. Wir sind daher sehr an der Expertise des SoVD NRW in sozialen Fragen interessiert und freuen uns auf die ganz bestimmt gute Zusammenarbeit!